Montag, 21. Juli 2014

Easy oder Hard? Welchen Schwierigkeitsgrad wählst Du?

Easy… oder hard? Welchen Schwierigkeitsgrad wählst du? Die liebe Guddy hat diese Frage in ihrem Blog aufgeworfen und ich fand das Thema so klasse, dass ich das jetzt eiskalt aufgreife. Den Link zu Guddys Blogeintrag findet ihr übrigens in der Videobeschreibung, da müsst ihr auch nur klicken, nicht lesen. Apropos, da fällt mir einer meiner liebsten NICHTLUSTIG Comics ein. Höhö.



Ja, easy oder hard? Oder normal oder Das-Tutorial-wird-dich-bereits-zerfleischen? Oder Dark Souls. Die meisten Spiele lassen uns die Wahl und viele Spiele, wie z.B. das neue Wolfenstein, differenzieren diese Möglichkeiten in so viele Unterstufen, dass wir fast schon ZU viel Auswahl haben und uns gar nicht entscheiden können. Mir als Noob, fällt es natürlich nie schwer, die nuckelnde-Baby-Schwierigkeit auszuwählen, was aber auch nicht heißen soll, dass ich es nicht anders kenne. Oh glaubt mir, ich kenne es zur Genüge. Bei mir persönlich ist der Schwierigkeitsgrad eines Spiels Real Life abhängig. Lasst mich euch das in die klassischen 3 Modi herunterbrechen:

Normal: Das Kind mit dem spärlichen Taschengeld


Ich weiß nicht, wie es in eurer Kindheit aussah, aber ich habe nie sonderlich viel Taschengeld bekommen, wenn überhaupt mal. Ich hab zu Geburtstag und Weihnachten meistens tatsächlich das bekommen, was ich mir auch gewünscht habe, aber zwischen diesen Terminen herrschte meistens Ebbe oder das Ausnutzen der dort aufgebauten Reserven. Zudem gab es anfänglich nur eine Konsole für mich, die PlayStation 1 oder halt später der GameBoy Colour, der dazu gekommen ist. Dementsprechend musste man also auch sparsam mit seinen Games umgehen, sie mussten einen länger beschäftigen und länger halten. Aus denselben Gründen sollte einen ein Game aber auch nicht zur Weißglut treiben – einzig sinnvoller Kompromiss: Normal.

Hard: Der Jäger


Und wonach könnte man bei Games schon jagen? Okay, eventuell nach Bären oder Schätzen – ich rede aber schon eher von Trophies, bzw. Achievements. Jahre meines Lebens habe ich damit aufgebracht, wirklich ALLES aus einem Spiel rauszuholen. Sammle alles, finde alle Geheimnisse, mach Liebe mit allen, bewältige alle Minispiele mit einer Goldmedaille… und natürlich die schlimmsten Trophies überhaupt: Bewältige das Spiel auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad. Das ist maßgeblich der Grund, warum ich mit dem Hunten aufgehört habe, weil mir das tatsächlich den Spaß am Spiel genommen hat. Es gibt Games, da ist die höchste Schwierigkeit human. BioShock z.B., wo ich direkt auch noch ohne Vita-Chambers und mit sämtlichen anderen relevanten Handicaps gespielt habe. Oder Spiele wie Virtues Last Reward, wo der einzige Unterschied zwischen easy und hard der ist, dass die Leute in einem Rätselraum in ihren Dialogen Hinweise zur Lösung geben. Da die aber so vage sind, braucht man am Ende eh eine Komplettlösung und kann eigentlich ruhig direkt auf Hard spielen. Dann gibt es aber auch Spiele, speziell aus den Bereichen Ego-Shooter und Hack N Slay, wo der Spaß einfach aufhört. God of War hat unabhängig von der Schwierigkeit schon Gegner, in deren Entwickler ich am liebsten direkt die Chaosklingen jagen würde, aber die dann auch noch auf der Titan-Schwierigkeit? Aufs Maul? Jaha, kriegste auf jeden Fall. Ja, und über Shooter müssen wir gar nicht reden. Dead Space 2? Wtf? Wir dürfen 3 Mal im gesamten Game ohne Checkpoints und mit Munitionsknappheit speichern, in dem uns fast jeder Gegner one-hitten kann? Und dann dürfen wir uns wieder die gesamte Start-Cutscene angucken und alles von vorne machen? Ja ne, is klar.

Easy: Der vielbeschäftigte Story-Genießer.


Irgendwann kommt sie, die Zeit, in der man sie einfach nicht mehr hat, die Zeit. Job, Partner, zeitaufwändige Hobbys wie Sport oder YouTube z.B. Ich freue mich jedes Mal, wenn zu einem Spiel auch eine Handheld-Version rauskommt, weil ich inzwischen tatsächlich die meiste Zeit zum Zocken auf der Bahnfahrt zur Arbeit habe. Gleichzeitig habe ich jetzt aber auch das Geld, um mir nahezu alles zu kaufen, was ich gerne zocken würde. Die Verhältnisse haben sich also verschoben, aber die Probleme sind nach wie vor da. Ich hab so viele Spiele, die ich genießen und erleben möchte, deren Story ich bis zum Ende mitverfolgen und mit deren Charakteren ich mitfiebern möchte. Speziell in meinem Lieblings-Genre, den JRPGs, die ohnehin schon 30h Stunden minimum fressen. Da hat man schlichtweg keine Zeit mehr, um sich mit Multiplayer-Boosten oder Sammelsachen aufzuhalten oder sich eben mit einem hohen Schwierigkeitsgrad die Zähne auszubeißen. In den seltensten Fällen, spiele ich ein Spiel wegen des Gameplays und schon gar nicht wegen der spielerischen Herausforderung. Ich liebe die kreativen Geschichten und sympathischen Figuren, denen die meisten Filme, Serien oder Bücher nicht das Wasser reichen können. Warum soll ich sie 10 Mal im Folge beim selben Boss sterben lassen, bis ich sie wütend anschreie, warum sie denn so verdammt unfähig sind. Nö, dann definitiv doch lieber am Daumen nuckeln.



So viel von mir, aber wie steht ihr denn zu dem Thema? Easy oder Hard? Normal oder Extrem? Schreibt’s in die Kommentare und wenn ihr mögt, könnt ihr gerne auch noch erwähnen, ob ihr Schüler seid oder bereits berufstätig. Oder Student, also 7 Tage die Woche Zeit zum Zocken habt.

Montag, 14. Juli 2014

Attack on Titan Manga-Review



Ihr wollt nackte Haut und ordentlich Blut? Dann hab ich hier genau das Richtige für euch… Attack on Titan, meine lieben Freunde, ein Manga und Anime, dessen Popularität nun auch auf Deutschland überschwappt. Die Handlung ist in einer postapokalyptischen Welt angesetzt, in der der Rest der Menschheit von den gnadenlosen Titans in eine riesige Festung getrieben wurde. Diese Festung ist ein Land, das von drei enorm hohen Wänden umzäunt und geschützt wird, die von einigen Sekten sogar als Gottheiten angebetet werden. Innerhalb dieser Wände leben die Menschen seit 100 Jahren in Sicherheit, bis eines Tages neben den üblichen Titans, die maximal bis zu 15 groß werden, ohne Vorwarnung ein weiterer auftaucht, der mit seinen 60 Metern sogar die äußerste Wand überragt und sich denkt: »Die Mauer muss weg!«. Mit einem einzigen Tritt zerstört er das Zugangstor und die seit 100 Jahren sichere Menschheit muss erneut ums Überleben kämpfen, als die Titans in ihr Land strömen. Bei den Titans handelt es sich um menschenähnliche Lebensformen, die allerdings deutlich größer, deutlich geschlechtsloser und sehr Instinkt-getrieben sind. Im Grunde sind sie in diesem Punkt mit Zombies oder Rainer Calmund zu vergleichen: Sie wollen nur fressen. Und dabei sind sie sehr auf die Menschen fixiert, die ihnen wie die Fliegen zum Opfer fallen, während die in haltloser Panik versuchen, sich hinter die zweite Wand in Rettung zu bringen. Viele sterben an diesem Tag und auch an den Tagen danach, nachdem Mauer Maria gefallen ist. Und auch wenn sie viele ihrer Familienangehörigen und Freunde verloren haben, so schaffen es doch zumindest die Geschwister Eren Jäger und Mikasa Ackerman sich in Sicherheit zu bringen. So traumatisch dieses Ereignis für den Rest der Menschheit auch war, über die Jahre kehrt wieder Ruhe ein und die Kindergeneration nutzt die Friedenszeit um sich ausbilden zu lassen und entgegen sämtlicher Ratschläge und Anflehungen tritt Eren, gefolgt von seiner Schwester Mikasa, die geschworen hatte ihn zu beschützen, dem Aufklärungstrupp bei. Diese Einheit umfasst die einzigen Menschen, die sich in regelmäßigen Abständen außerhalb der Mauern trauen, um mehr über die Titans, ihre Schwächen und vor allem ihrer Herkunft herauszufinden. Meist kehren diese Trupps aber nur mit stark dezimierten und mitgenommenen Mitgliedern zurück. Eren, der sich aber nicht damit abfinden kann eingesperrt zu leben, ist das egal und zusammen mit Schwester und Freunden erkämpft er sich ehrgeizig seinen Platz in diesem gefährlichen Berufsfeld. Damit nimmt die Handlung auch ihren Lauf und wir werden nicht nur in jede Menge actionreiche, spannende und vor allem totbringende Action verwickelt, sondern kriegen auch ein Mysterium nach dem anderen vor die Füße geworfen, das uns neue Fakten über die rätselhaften Titans lernen lässt, gleichzeitig aber auch zig neue Fragen über sie aufwirft. Und wie es auch in jeder Zombieapokalypse so ist, muss man nicht nur auf die Monster draußen achten, sondern auch auf die anderen Menschen drin.




Attack on Titan hat mich sehr überrascht und vom ersten Kapitel an völlig in seinen Bann gezogen. Das liegt zum einen an der äußerst gnadenlosen Story, die selbst Hauptfiguren wie Game of Thrones verbrät und man kann sich selten sicher sein, dass irgendjemand aus der nächsten Schlacht zurückkehrt, nur weil er schon von Beginn an dabei ist. Zum anderen liegt es an dem sehr interessanten Zeichenstil, der mit seinen kräftigen, dicken Linien und harten Gesichtszügen stellenweise eher an einen Walking Dead Comic als an einen üblichen Manga erinnert. Hauptcharakter Eren ist für meinen Geschmack dann aber doch viel zu Manga-typisch geworden und kann einen ebenso wenig überraschen wie wirklich überzeugen, wofür es dann aber interessante Nebenfiguren gibt, allen voran seine sehr talentierte Schwester Mikasa oder sein intelligenter bester Freund Armin. Klingt sehr deutsch. Ist sicher beim Mauerfall mit durchgekommen. Wer sich mit sehr gnadenlosen Geschichten und vor allem recht heftigen Bildern anfreunden kann, der wird mit den Attack on Titan Büchern fesselnde treue Weggefährten finden, die einen immer wieder zu überraschen und zu erstaunen vermögen. Einen amazon Link findet ihr in der Videobeschreibung und wenn auch ihr schon Erfahrungen mit dem Manga oder auch dem Anime gemacht habt, dann lasst uns in den Kommentaren darüber reden. So oder so, Attack on Titan gehört zu meinen derzeitigen Top 5 Mangas.