Sonntag, 31. August 2014

Panty & Stocking with Garterbelt REVIEW [Anime]

Freunde! Panty & Stocking (with Garterbelt). Garterbelt ist er hier. Ein katholischer Pfarrer mit einer Vorliebe für kleine Jungs. Wo haben wir das nur schon mal gehört? Jedenfalls geht es hier um diese 13-teilige Anime-Serie, die – das seht ihr schon – nicht die Bohne wie ein Anime aussieht! Ich meine, hallo?! Haben die Powerpuff Girls ihre rothaarige Schwester umgebracht und machen jetzt alleine weiter? In Jäpän? Nicht ganz, das hier schlägt dann doch einen bisschen anderen Weg ein. Panty & Stocking Anarchy sind zwei wegen ihrem Benehmen aus dem Himmel verbannte Engel, die auf die Erde nach Daten City geschickt werden – was nichts mit Daten zu tun hat, sonder ein japanischer Wortwitz auf gefallene Engel ist. Dort sollen die beiden nämlich unter der Aufsicht von Afro-Reverend Garterbelt böse Geister jagen, für deren Auslöschung sie Himmelsmünzen erhalten, mit denen sie sich irgendwann wieder in den Himmel einkaufen können. Hey, die Kirche funktioniert seit Jahrtausenden mit Bestechung. Einen wirklichen Drang nach der Rückkehr scheinen die beiden aber nicht zu haben, da sie es sich mit irdischen Gelüsten ziemlich gut gehen lassen. Stocking ist neben ner Emo-Chick ein kleines Naschkätzchen und braucht zum Frühstück erst mal ein ordentliches Stück Torte – je süßer desto besser. Panty steht auch auf Süßes, allerdings sind es bei ihr eher Fleischlollis. *Sie vögelt unheimlich gerne rum. Und das ist auch das Ganze, woraus diese Serie besteht – Nein, wir sehen kein direktes Vögeln oder Möpse oder ähnliches – und mal ehrlich, wer will schon nackte Powerpuff-Girls beim Sex sehen? Wenn das ihr Füße und das ihre Hände sind – meine Fresse, bitte zeigt mir nicht den Rest! Die Serie besteht aus jeder Menge Action-Passagen, in denen Geister gekillt werden, die gespickt sind mit unheimlich vielen vulgären, anstößlichen und teilweise urkomischen Sex-, Penis- und Unterwäsche-Witzchen, -Sprüchen und –Anspielungen. Überhaupt sind die Macher hinter der Serie ganz groß in Anspielungen, da jede Folge eine Parodie auf einen Film- oder Serientitel ist: Sex and the Daten City. High School Nudical. DC Confidential oder BITCH GIRLS. Kein Wunder, da unter den Machern der Regisseur vom 6-teiligen Anime FLCL ist, den ich vor Urzeiten gesehen habe und der mir immer noch als eines der kranksten Erlebnisse ever in Erinnerung geblieben ist. Müsst ich eigentlich mal wieder schauen. Zudem sind die Ideen für die Serie und die Charaktere, zumindest laut Wikipedia – DAS IST KEINE WISSENSCHAFTLICHE QUELLE! – der Crew während eines Entspannungstrips unter Alkoholkonsum kommen. Das merkt man. Jede Folge ist gleich aufgebaut und besteht aus 10-minütigen Kurzepisoden, in der es meistens um einen neuen Geist geht, den es zu besiegen gilt. Gleich in der ersten Folge lebt man dabei auch von Hommagen und Anspielungen an South Park oder Conker mit seinem Great Mighty Poo, aber auch darüber hinaus gibt es Gastauftritte von Ran & Stimpy-Klonen und sogar Tom Cruise spielt mit. HOLY SHIT! Buchstäblich. Sind ja Engel, nö? Die ganze Serie wurde zwar in Japan erstellt, aber mit dem Gedanken, auf ein amerikanisches Publikum zugeschnitten zu sein – ergo braucht es wenig Niveau, viel Sex und viel Fäkalhumor. Und das hat’s super zusammengetragen und eingesetzt. Es gibt Folgen, in denen man sich einfach nur denkt wtf, es gibt auch welche in denen man Brüllen muss vor Lachen, weil die Ideen oder Sprüche so geil sind, es gibt aber auch welche, die man hätte weglassen können, um auch hier nur eine 6-folgige Serie draus zu machen und es kurzweiliger zu belassen. Immerhin belässt man’s offenbar bei einer Staffel, weil mehr auch nicht funktioniert hätte. Abwechslungsreich ist es aber allemal mit seinen Scott Pilgrim-Soundeffekten, kurzen richtigen Anime-Passagen während der Sailor Moon Verwandlungen (hab ich erwähnt, dass die Waffen der beiden Engel sich aus ihren Höschen und Kniestrümpfen materialisieren? Nicht? Wie konnt ich das nur vergessen?), sogar einer kompletten Anime-Folge und immer neuen Gegnern. Darüber hinaus ist es aber wirklich seichte Kost mit einer sehr niedrigen Hemmschwelle und ziemlich billigen Flashanimationen, nach ihren Vorbildern Drawn Together und Powerpuff Girls. Echt amerikanisch eben, aber ebenso jäpänisch. 


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